Das Ölziehen ist eine traditionelle Methode der russischen Volksheilkunde. Sie bewirkt eine gründliche Entgiftung und wirkt heilend auf den ganzen Organismus.
© by Matthias Eubel
Inhalt:
- Zur Therapie
- Hintergrund
- Wirkung
- Indikationen
- Technik der Anwendung
- Zeit der Anwendung
- Reaktionen
- Sonnenblumenöl als Nahrungsmittel
- Ergänzende Reinigungsmaßnahmen
- Die Zahnfleischmassage
- Die Zungenreinigung
Zur Therapie
Die einfache Methode des Ölziehens wurde durch Dr. F. Karach, Sprecher auf der Tagung des
Verbandes der Onkologen und Bakteriologen an der Akademie der Wissenschaften der UdSSR in
Westeuropa bekannt.
Die Wirkung dieses Heilverfahrens entsteht durch die intensive Bewegung von
Sonnenblumenöl in der Mundhöhle.
Hintergrund
Bei vielen chronischen Erkrankungen und Beschwerden spielen Keim- und
Entzündungsherde, die sich bevorzugt an den Zahnwurzeln festsetzen, eine bedeutende
Rolle.
Die Zähne reichen mit ihren Wurzeln bis in die Kieferknochen und deren Hohlräume hinein.
Diese Hohlräume werden vom körpereigenen Abwehrsystem nur schlecht erreicht. Mikroben
die über die Zahnhälse in diese Hohlräume gelangen finden in diesem feuchten, warmen
und schlecht durchbluteten Milieu die idealen Bedingungen vor, um sich festzusetzen.
Es entstehen sogenannte "Zahnherde", die den Körper mit ihren
Stoffwechselprodukten schädigen.
Ist das Immunsystem schwach, so werden die Herde größer und belastender.
Größere Herde sind röntgenologisch sichtbar, sie schädigen nicht nur die angrenzenden
Zähne und belasten den Stoffwechsel und das Immunsystem, sondern sie haben auch noch
Fernwirkungen auf alle inneren Organe. So belastet jeder Zahnherd ein speziell diesem Zahn
zugeordnetes inneres Organ.
Das Sanieren solcher Herde spielt in der Naturheilkunde eine große Rolle.
Wirkung
Die Bewegung des Sonnenblumenöls im Mundraum bewirkt eine deutliche Schleimhaut- und
Gewebedurchblutung.
Vitamine und Mineralstoffe des Sonnenblumenöls werden von den Schleimhäuten aufgenommen
während das Öl gleichzeitig Keime an den Zahnhälsen und dem Zahnfleisch aufnimmt, und
sie aus dem Körper entfernt.
Das Ölziehen stellt das Gleichgewicht in der Mikroflora wieder her, Zellen, Gewebe und
Organe können regenerieren.
Indikationen
Das Ölziehen hilft generell bei Immunschwächesyndromen, bei längerfristigen
körperlichen und psychischen Schwächezuständen und bei den Erkrankungen, die daraus
hervorgehen können.
Nach Dr. F. Karach liegen Berichte über beispiellose Erfolge mit der Methode des
Ölziehens bei folgenden Krankheiten vor:
Kopfschmerzen, Bronchitis, Thrombosen, chronische Bluterkrankungen, Arthrosen und andere
rheumatische Erkrankungen, Ekzeme, Magengeschwüre, chronische Darmerkrankungen, Herz- und
Nierenbeschwerden, gynäkologische Erkrankungen, Nervenkrankheiten und Lebererkrankungen.
Vorbeugend wird gleichzeitig das Entstehen lebensgefährlicher Auswüchse (Krebs)
verhindert.
Technik der Anwendung
Pflanzenöl, am besten kaltgepreßtes und unraffiniertes Sonnenblumenöl, wird in den Mund
genommen und in der Mundhöhle, bei geschlossenem Mund ohne Hast und ohne besondere
Anstrengung etwa 15 bis 20 Minuten lang gespült, gesaugt und durch die Zähne gezogen.
Zu Beginn ist das Öl dickflüssig, wird aber durch die intensive Bewegung im Mund und
durch das Beimischen des Speichels dünnflüssiger.
Die ausgespuckte Flüssigkeit sollte von milchigweißer Farbe sein.
Wenn sie gelb bleibt, war die Zeit des Ölbewegens im Mund nicht lange genug.
Das Sonnenblumenöl darf nicht geschluckt werden, da es mit Bakterien,
Toxinen und Schadstoffen aus Schleimhäuten und Geweben angereichert ist!
Nach dem Ausspucken die Mundhöhle gründlich mit warmem Wasser spülen und die Zähne mit
der Zahnbürste reinigen.
Zeit der Anwendung
Am sinnvollsten sollte diese Therapie morgens vor dem Frühstück (z.B.
während der Morgentoilette) angewendet werden.
Um den Heilungsprozeß zu beschleunigen, kann der Vorgang auch dreimal täglich
durchgeführt werden, immer jedoch vor dem Essen, mit leerem Magen.Die beschriebene
Anwendung sollte zumindest so lange täglich vorgenommen werden, bis eine deutliche
Steigerung des Wohlbefindens spürbar ist.
Nach dem Erwachen darf keine Müdigkeit vorherrschen und es dürfen keine Tränensäckchen
unter den Augen zu sehen sein.
Ein gesunder Hunger und ein guter Schlaf sollten sich eingestellt haben.
Gut bewährt haben sich 4 6 Wochen im Frühjahr und im Herbst, chronische
Krankheiten brauchen länger, bis zu einem Jahr.
Reaktionen
Zu Beginn der Behandlung kann sich eine scheinbare Verschlechterung bemerkbar machen,
meist bei Patienten, die an mehreren Krankheiten zugleich leiden.
Diese vorübergehende Akutisierung eines chronischen oder versteckten Krankheitsgeschehens
stellt keinen Grund zur Besorgnis dar und sollte auf keinen Fall Anlaß zur Unterbrechung
der Ölkur sein.
Sonnenblumenöl
als Nahrungsmittel
Der reiche, süßliche, nußähnliche, Geschmack der Kerne ist sehr wohlschmeckend und
leicht verdaulich.
Viele Völker, z.B. in Rußland, im Balkan, die amerikanischen Indianer etc. nutzen
Sonnenblumenkerne schon seit jeher als Hauptnahrungsmittel.
Sonnenblumenkerne enthalten: Vitamin B, D, E, K, Kalzium, Phosphor, Silizium, Magnesium
und Fluor sowie Spurenelemente, Lecithin und Carotinoide.
Sonnenblumenkerne enthalten mit 27% 30%, basierend auf Ihrem Gesamtgewicht mehr Öl
im Vergleich zur ebenfalls sehr gesunden Sojabohne (19% Öl).
Sonnenblumenkerne spenden mehr Vitamin D als Lebertran und mehr B-Vitamine als
Weizenkeime.
Sonnenblumenkerne sind reich an biologisch hochwertigem Eiweiß, reichhaltiger als die
meisten Fleischsorten, Eier und Käse.
Sonnenblumenöl wird aus den Samen gepreßt, es ähnelt dem Olivenöl oder dem Mandelöl.

Ergänzende
Reinigungsmaßnahmen
Im folgenden stelle ich noch die Zahnfleischmassage und die Zungenreinigung vor, zwei
Techniken, die das Ölziehen in idealer Weise ergänzen, aber keine Voraussetzung für den
Erfolg des Ölziehens sind.
Sollten Sie alle 3 Techniken anwenden, so führen Sie die Zahnfleischmassage und die
Zungenreinigung im Anschluß an das Ölziehen aus.
Die
Zahnfleischmassage
Nach dem Zähneputzen können Sie das Zahnfleisch des Ober- und Unterkiefers mit dem
Zeigefinger von den Schneidezähnen aus zum Gaumen hin ausstreichen.
Der Druck sollte gerade so fest sein, daß das Zahnfleisch nicht schmerzt.Streichen Sie
alle 4 Seiten innen und außen aus.
Diese Technik regt die Durchblutung an, bringt die Lymphe zum Fließen und kräftigt das
Zahnfleisch.
Die
Zungenreinigung
Bei vielen chronischen Erkrankungen findet sich ein gelblicher oder schmutzig
gräulicher Belag auf der Zunge.
Diese Ausscheidungen der Schleimhäute entfernen Sie am Besten mit einem Teelöffel, indem
Sie die Zunge vom Gaumen zur Zungenspitze kräftig ausstreichen.
Den abgekratzten Belag bitte ins Waschbecken spülen, nicht herunterschlucken!
Wiederholen Sie diesen Vorgang, bis der abgekratzte Belag rein bleibt (ca 2 4 Mal).
Diese aus der indischen Yoga-Tradition stammende Reinigungstechnik (im indischen
"Dhauti" genannt) reinigt und entgiftet (im begrenzten Rahmen) und regeneriert
die Geschmackszellen der Zunge.
Naturheilpraxis Matthias Eubel
Hammer Straße 106
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